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Regionale Wirtschaft
Die Oblast Swerdlowsk zählt zu den wichtigsten Zukunftsregionen der russischen Wirtschaft. Das am Ural, also auf der Grenze von Europa und Asien gelegene Gebiet gehört zu den zehn am höchsten entwickelten Regionen der Russischen Föderation, die zusammen mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des ganzen Landes erwirtschaften. Seit Jahren zeigt die Region rund um das Verwaltungszentrum Jekaterinburg ein stetiges Wachstum, das über dem russischen Durchschnitt liegt.
Das Bruttoregionalprodukt der Oblast beträgt etwa 22 Milliarden Euro. 60 Prozent davon entfallen auf die Schwerindustrie. Vor allem der südliche Teil des Gebiets zeichnet sich durch vielfältige Rohstoffvorkommen aus und stellt traditionell das industrielle Zentrum des gesamten Urals dar. Hier dominieren insbesondere Eisenerz- und Buntmetallförderung, Metallverarbeitung, Maschinenbau und Kohlebergbau. Aluminium- und Titanprodukte, Chromverbindungen, Maschinen- und Rüstungsgüter sowie Chemikalien gehören zu den Haupterzeugnissen der Region.
Über 100 wissenschaftliche Institute sowie 30 Hochschulen mit insgesamt mehr als 30.000 Mitarbeitern arbeiten in der Region Swerdlowsk an der Entwicklung innovativer Technologien. Industrielle Innovationsbetriebe und Zentren für Technologietransfer sind erste Erfolge einer regionalen Wirtschaftspolitik, die auf Wachstum durch Innovation setzt.
Die regionale Verwaltung hat sich zum Ziel gesetzt, das Gebiet Swerdlowsk zur wirtschaftlichen Lokomotive Russlands auszubauen. Bis 2020 soll sich eine stabile Mittelschicht entwickeln, die fast 70 Prozent der Gesamtbevölkerung des Gebiets ausmachen soll (bislang sind es 30 Prozent).
Gleichzeitig ist der industrielle Modernisierungsbedarf in der Region enorm. Die extrem energieintensive Industrie der Region sowie die veralteten Produktions- und Kommunalanlagen verlangen in den nächsten Jahren hohe Investitionen. Ein besonders wichtiger Punkt ist dabei das Thema Energieeffizienz. Russlandweit ist die Energieintensität (Verhältnis des Primärenergieverbrauchs zum BIP) um das 2,5-fache größer als der weltweite Durchschnitt.
Aufgrund von hohen Wachstumsraten könnte der regionale Energieverbrauch bis 2020 um 50 bis 65 Prozent gegenüber 2007 ansteigen. Ein überdurchschnittlich hoher Energiebedarf führt dabei nicht nur zu einer hohen Belastung für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrieerzeugnisse, sondern auch zu Inflation und zu einer hohen energetischen Abhängigkeit der Region. Ein föderales Gesetz sieht deshalb vor, die Energieeffizienz in ganz Russland bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 2007 zu heben.
